Visa Umfrage: Zusätzlicher Schutz könnte Nutzung von Stablecoins deutlich erhöhen

30/09/2026

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  • Nur 5 Prozent derjenigen, die international Geld senden oder empfangen oder dies in den nächsten zwölf Monaten planen, nutzen hierfür Stablecoins oder würden dies tun.
  • Mit besserem Schutz würde sie fast die Hälfte (46 %) nutzen.
  • Jeder vierte (28 %) war bei internationalen Geldtransfers bereits von Betrug betroffen.

Frankfurt, 30. September 2026 – Stablecoins spielen beim internationalen Senden und Empfangen von Geld bislang kaum eine Rolle. Nur fünf Prozent der Befragten, die bereits internationale Geldtransfers nutzen oder dies in den nächsten zwölf Monaten planen, verwenden dafür Stablecoins oder würden dies tun. Mit stärkerem Schutz könnte die Bereitschaft jedoch deutlich steigen: 46 Prozent würde wahrscheinlich Stablecoins nutzen, wenn Schutzmaßnahmen auf Bankniveau und eine Einlagensicherung vorgesehen wären. Das zeigt der „Money Travels 2026“-Report von Visa. Für die Studie befragte Morning Consult 1 080 Erwachsene in Deutschland. Sie untersucht, wie Technologie grenzüberschreitende Geldtransfers verändert. Stablecoins sind digitale Währungen, deren Wert an stabile Vermögenswerte wie etwa den US-Dollar gebunden ist.

Mehrheit der Menschen in Deutschland kennt Stablecoins noch nicht
54 Prozent aller Befragten haben noch nie von Stablecoins gehört. Auch unter denjenigen, die den Begriff kennen, bestehen Wissenslücken. 29 Prozent glauben, Stablecoins würden ähnlich stark schwanken wie Bitcoin. Nur knapp jeder Dritte (29 %) weiß, dass Stablecoins so konzipiert sind, dass sie ihren Wert langfristig halten. Das zeigt sich auch im Vertrauen in die unterschiedlichen Formen internationaler Geldtransfers. 40 Prozent der Befragten, die internationale Geldtransfers nutzen oder dies planen, vertrauen Stablecoins beim grenzüberschreitenden Senden und Empfangen von Geld. Digitalen Transfers per Onlinebanking oder App vertrauen 87 Prozent der Befragten. Bei Bargeldtransfers sind es 84 Prozent der Befragten.

Der Anbieter prägt das Vertrauen
Für diese Befragten spielt auch der Anbieter eine wichtige Rolle. Fast sechs von zehn (58 %) sagen, ihr Vertrauen in eine neue Form des Geldtransfers hänge stärker vom Anbieter ab als von der Technologie selbst. Beim Umgang mit digitalen Währungen genießen globale Zahlungsnetzwerke bei 62 Prozent aller Befragten das größte Vertrauen. Es folgen der Staat oder die Zentralbank mit 49 Prozent. Traditionelle Geschäftsbanken erreichen 47 Prozent.

Ein Drittel sorgt sich vor KI-gestütztem Betrug
Fast drei von zehn Befragten (28 %), die bereits internationale Geldtransfers genutzt haben, waren dabei bereits von Betrug betroffen. Zu den genannten Methoden zählen gefälschte Nachrichten sowie Angebote für Waren oder Dienstleistungen, die nie geliefert wurden. 22 Prozent der Betroffenen berichten von KI-generierten Nachrichten.

Ein Drittel der Befragten (33 %), die internationale Geldtransfers nutzen oder dies planen, sorgt sich stark um KI-gestützten Betrug. Dazu zählen Deepfakes, die Familienmitglieder imitieren. Zugleich zeigt die Umfrage einen Zielkonflikt zwischen Sicherheit und Tempo. 53 Prozent derjenigen, die internationale Geldtransfers nutzen oder dies planen, würden eine App wählen, die den Transfer um 24 Stunden verzögert und dafür einen erweiterten KI-Schutz bietet. 47 Prozent würden sich für eine Echtzeitüberweisung mit Standardschutz entscheiden.

„Neue Formen des Geldtransfers setzen sich nur durch, wenn Menschen ihnen vertrauen. Unsere Umfrage zeigt, wie wichtig Sicherheit dabei ist. Für Zahlungsdienstleister bedeutet das: Sie müssen wirksamen Schutz bieten und diesen verständlich machen“, sagt Tobias Czekalla, Deutschland-Chef bei Visa.


Hinweis zur Methodik
Die Ergebnisse basieren auf Verbraucherantworten. Die Befragten erhielten vor der Beantwortung Definitionen zentraler Begriffe, darunter Stablecoins. Die in der Umfrage als „Schutzmaßnahmen auf Bankniveau“ beschriebenen Szenarien sind hypothetisch. Stablecoins sind derzeit nicht durch Einlagensicherungssysteme (z. B. FDIC) abgedeckt. Dieser Bericht dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Rechtsberatung dar.

Über die Studie
Die Umfrage „Money Travels 2026“ wurde von Morning Consult im Auftrag von Visa durchgeführt. Vom 24. Februar bis 2. März 2026 wurden in Deutschland 1 080 Erwachsene befragt.

Hinweis
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